Ohne Rebalancing verschiebt sich die Gewichtung Ihres Portfolios — und damit Ihr Risiko. Wir erklären, welche Strategien es gibt und was in der Schweiz steuerlich zu beachten ist.
Rebalancing bezeichnet die Wiederherstellung der ursprünglichen Gewichtung in einem Anlageportfolio. Angenommen, Sie starten mit einer Aufteilung von 60% Aktien und 40% Obligationen. Nach einem starken Börsenjahr stehen Aktien plötzlich bei 70%. Ihr Portfolio ist jetzt riskanter, als Sie es ursprünglich geplant hatten.
Beim Rebalancing verkaufen Sie einen Teil der gestiegenen Anlageklasse und kaufen die zurückgebliebene nach — oder Sie lenken neue Einzahlungen gezielt in die untergewichtete Position.
Sie passen Ihr Portfolio in festen Intervallen an — zum Beispiel einmal jährlich im Januar. Diese Methode ist einfach umzusetzen und erfordert wenig Aufwand.
Vorteil: Einfach, planbar, wenig Zeitaufwand. Nachteil: Marktbewegungen zwischen den Terminen werden ignoriert.
Sie definieren eine Toleranzgrenze — etwa plus/minus 5 Prozentpunkte. Sobald eine Anlageklasse diese Schwelle überschreitet, wird rebalanciert. Diese Methode reagiert schneller auf Marktbewegungen.
Vorteil: Reagiert auf starke Marktbewegungen. Nachteil: Erfordert regelmässige Überwachung des Portfolios.
In der Praxis eignet sich eine Kombination: Prüfen Sie Ihr Depot vierteljährlich und handeln Sie nur, wenn die Abweichung eine bestimmte Schwelle überschreitet.
In der Schweiz gibt es keine Kapitalgewinnsteuer für Privatanleger — ein grosser Vorteil beim Rebalancing. Sie können Positionen verkaufen, ohne auf den Gewinn Steuern zu zahlen. Allerdings gibt es Einschränkungen:
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