Börsengehandelter Indexfonds
Ein ETF ist ein Investmentfonds, der an der Börse gehandelt wird und in der Regel einen Index nachbildet. Im Gegensatz zu aktiv verwalteten Fonds verfolgt ein ETF eine passive Strategie: Er kauft die Titel im Index in der gleichen Gewichtung, statt durch aktives Stock-Picking eine Überrendite anzustreben.
Für Schweizer Anleger bieten ETFs entscheidende Vorteile: tiefe Kosten (TER oft 0.10-0.30%), hohe Transparenz (Holdings täglich einsehbar), Diversifikation mit einem einzigen Kauf und Handelbarkeit waehrend der Börsenoeffnungszeiten. An der SIX Swiss Exchange sind über 1'500 ETFs gelistet.
Beliebte ETFs für Schweizer Portfolios sind der Vanguard FTSE All-World (globale Aktien, TER 0.22%), der iShares Core SPI (Schweizer Aktien, TER 0.10%) und der iShares Core Global Aggregate Bond (Anleihen, TER 0.10%). Ein einfaches Portfolio aus zwei bis drei ETFs deckt bereits den globalen Aktien- und Anleihenmarkt ab.
Bei der Wahl eines ETF sollten Anleger auf folgende Kriterien achten: TER (je tiefer, desto besser), Fondsgroesse (groessere Fonds sind liquider), Replikationsmethode (physisch bevorzugt), Domizil (Irland ist steuerlich oft vorteilhaft für ausländische Dividenden) und Ausschuettungspolitik (ausschuettend vs. thesaurierend).