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Vorsorge17. März 2026· RATIV Capital· 3 Min. Lesezeit

VIAC vs. finpension — Welche 3a-App ist die bessere Wahl?

Die zwei beliebtesten digitalen Säule-3a-Anbieter der Schweiz im direkten Vergleich: Gebühren, Anlagepläne, Benutzerfreundlichkeit und Performance.

Warum diese beiden Anbieter?

Traditionelle Banken bieten Säule-3a-Lösungen mit TER von 0.6–1.5% an — jährliche Kosten, die langfristig massiv die Rendite fressen. Digitale Anbieter wie VIAC und finpension haben dies erkannt und bieten kostengünstige ETF-basierte 3a-Anlagen ab 0.17% Gesamtkosten an.

Beide sind in der Schweiz reguliert, und beide haben in den letzten Jahren starkes Wachstum erlebt. Doch welcher eignet sich besser für Sie?

VIAC — Der Pionier

VIAC wurde 2017 als erstes digitales 3a-Produkt in der Schweiz lanciert. Die App hat über 100'000 Nutzer und wird von der WIR Bank als Depotbank getragen.

Anlagepläne - Global 100: 97% Aktien (weltweite ETFs), TER ca. 0.25% - Global 60: 60% Aktien, TER ca. 0.22% - Individuelle Planung: Eigene ETF-Auswahl möglich

Kosten - Verwaltungsgebühr: 0.44% p.a. (inklusive aller Kosten) - Keine Einstiegs- oder Transaktionsgebühren - Schweizer Aktienanteil gratis (kein TER)

Besonderheiten - Direkte ETF-Auswahl (nicht nur vordefinierte Pläne) - Keine Mindestanlage - Gut gestaltete App, intuitiv bedienbar - Frühere Performance: Global 100 ca. 7–9% p.a. seit Lancierung


finpension — Der Aufsteiger

finpension wurde 2019 lanciert und bietet noch tiefere Gebühren als VIAC. Die Depotbank ist die Credit Suisse Fund Services (jetzt UBS).

Anlagepläne - Aktien 100: 100% Aktien, ETFs von Swisscanto und iShares - Aktien 75 / Aktien 60 / Obligationen - Kein individuelles ETF-Picking (Pakete)

Kosten - Verwaltungsgebühr: 0.39% p.a. (etwas günstiger als VIAC) - Keine weiteren Gebühren - Inklusive Fremdwährungsabsicherung bei CHF-Hedged ETFs

Besonderheiten - Sehr tiefe Kosten - Klare Fondsauswahl (weniger Optionen = einfacher für Einsteiger) - Gute Performance seit Lancierung - Auszahlung für Wohneigentum unkompliziert


Direkter Vergleich

KriteriumVIACfinpension
Gesamtkosten0.44%0.39%
ETF-AuswahlIndividuellPakete
App-DesignSehr gutGut
MindestanlageCHF 0CHF 0
AnbieterbankWIR BankUBS Fund Services
Schweizer AnteilGratis möglichIm ETF-Paket
Wohneigentum-WEFJaJa
SteuerdokumenteAutomatischAutomatisch

Performance (historisch, nicht garantiert)

Beide Anbieter haben seit ihrer Lancierung vergleichbare Renditen erzielt — nahe am Weltmarkt (MSCI World). Kleine Unterschiede entstehen durch: - Unterschiedliche ETF-Zusammensetzung - Zeitpunkt der Anlageumsetzung - Schweizer Aktienanteil und Währungsabsicherung

Fazit: Wen wählen?

VIAC: Wenn Sie mehr Kontrolle über die ETF-Auswahl möchten und ein aktives, etabliertes Interface schätzen.

finpension: Wenn Sie maximale Kostenminimierung und Einfachheit bevorzugen.

In beiden Fällen gilt: Sie machen deutlich weniger Fehler als mit einer traditionellen Bank-3a-Lösung mit TER von 1%+. Der Unterschied zwischen VIAC und finpension ist marginal — wichtiger ist, dass Sie überhaupt in Wertschriften investieren statt auf einem schlecht verzinsten 3a-Sparkonto zu lagern.

Tipp: Nutzen Sie mehrere 3a-Konten — z.B. eines bei VIAC und eines bei finpension — für die gestaffelte Auszahlung und zur Diversifikation der Anbieterrisiken.

Nächster Schritt

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