VIAC vs. finpension — Welche 3a-App ist die bessere Wahl?
Die zwei beliebtesten digitalen Säule-3a-Anbieter der Schweiz im direkten Vergleich: Gebühren, Anlagepläne, Benutzerfreundlichkeit und Performance.
Warum diese beiden Anbieter?
Traditionelle Banken bieten Säule-3a-Lösungen mit TER von 0.6–1.5% an — jährliche Kosten, die langfristig massiv die Rendite fressen. Digitale Anbieter wie VIAC und finpension haben dies erkannt und bieten kostengünstige ETF-basierte 3a-Anlagen ab 0.17% Gesamtkosten an.
Beide sind in der Schweiz reguliert, und beide haben in den letzten Jahren starkes Wachstum erlebt. Doch welcher eignet sich besser für Sie?
VIAC — Der Pionier
VIAC wurde 2017 als erstes digitales 3a-Produkt in der Schweiz lanciert. Die App hat über 100'000 Nutzer und wird von der WIR Bank als Depotbank getragen.
Anlagepläne - Global 100: 97% Aktien (weltweite ETFs), TER ca. 0.25% - Global 60: 60% Aktien, TER ca. 0.22% - Individuelle Planung: Eigene ETF-Auswahl möglich
Kosten - Verwaltungsgebühr: 0.44% p.a. (inklusive aller Kosten) - Keine Einstiegs- oder Transaktionsgebühren - Schweizer Aktienanteil gratis (kein TER)
Besonderheiten - Direkte ETF-Auswahl (nicht nur vordefinierte Pläne) - Keine Mindestanlage - Gut gestaltete App, intuitiv bedienbar - Frühere Performance: Global 100 ca. 7–9% p.a. seit Lancierung
finpension — Der Aufsteiger
finpension wurde 2019 lanciert und bietet noch tiefere Gebühren als VIAC. Die Depotbank ist die Credit Suisse Fund Services (jetzt UBS).
Anlagepläne - Aktien 100: 100% Aktien, ETFs von Swisscanto und iShares - Aktien 75 / Aktien 60 / Obligationen - Kein individuelles ETF-Picking (Pakete)
Kosten - Verwaltungsgebühr: 0.39% p.a. (etwas günstiger als VIAC) - Keine weiteren Gebühren - Inklusive Fremdwährungsabsicherung bei CHF-Hedged ETFs
Besonderheiten - Sehr tiefe Kosten - Klare Fondsauswahl (weniger Optionen = einfacher für Einsteiger) - Gute Performance seit Lancierung - Auszahlung für Wohneigentum unkompliziert
Direkter Vergleich
| Kriterium | VIAC | finpension |
|---|---|---|
| Gesamtkosten | 0.44% | 0.39% |
| ETF-Auswahl | Individuell | Pakete |
| App-Design | Sehr gut | Gut |
| Mindestanlage | CHF 0 | CHF 0 |
| Anbieterbank | WIR Bank | UBS Fund Services |
| Schweizer Anteil | Gratis möglich | Im ETF-Paket |
| Wohneigentum-WEF | Ja | Ja |
| Steuerdokumente | Automatisch | Automatisch |
Performance (historisch, nicht garantiert)
Beide Anbieter haben seit ihrer Lancierung vergleichbare Renditen erzielt — nahe am Weltmarkt (MSCI World). Kleine Unterschiede entstehen durch: - Unterschiedliche ETF-Zusammensetzung - Zeitpunkt der Anlageumsetzung - Schweizer Aktienanteil und Währungsabsicherung
Fazit: Wen wählen?
VIAC: Wenn Sie mehr Kontrolle über die ETF-Auswahl möchten und ein aktives, etabliertes Interface schätzen.
finpension: Wenn Sie maximale Kostenminimierung und Einfachheit bevorzugen.
In beiden Fällen gilt: Sie machen deutlich weniger Fehler als mit einer traditionellen Bank-3a-Lösung mit TER von 1%+. Der Unterschied zwischen VIAC und finpension ist marginal — wichtiger ist, dass Sie überhaupt in Wertschriften investieren statt auf einem schlecht verzinsten 3a-Sparkonto zu lagern.
Tipp: Nutzen Sie mehrere 3a-Konten — z.B. eines bei VIAC und eines bei finpension — für die gestaffelte Auszahlung und zur Diversifikation der Anbieterrisiken.
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