Der Schweizer Referenzzinssatz für Geldmarkt-Hypotheken
Der SARON ist der massgebende Referenzzinssatz für den Schweizer Frankengeldmarkt. Er wird von der SIX Swiss Exchange berechnet und hat 2021 den LIBOR als Referenzzins abgeloest. Der SARON basiert auf tatsächlich abgeschlossenen Overnight-Transaktionen im besicherten Geldmarkt.
Für Hypothekarnehmer ist der SARON relevant, weil SARON-Hypotheken ihren Zinssatz an diesen Referenzzins koppeln. Der Hypothekarzins setzt sich aus dem SARON plus einer bankspezifischen Marge (typisch 0.60-1.10%) zusammen. Die Zinsanpassung erfolgt in der Regel quartalsweise.
SARON-Hypotheken sind das Gegenmodell zur Festhypothek: Sie bieten die Chance auf tiefere Zinsen in Niedrigzinsphasen, tragen aber das Risiko steigender Zinsen. Historisch waren variable Hypotheken über lange Zeiträume günstiger als Festhypotheken, allerdings mit höherer Volatilitaet.
Für die Wahl zwischen SARON und Festhypothek sind die persoenliche Risikotoleranz, die Budgetplanung und die Zinsprognose entscheidend. Viele Experten empfehlen eine Mischstrategie mit einem Teil Festhypothek und einem Teil SARON-Hypothek.
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